Bei dieser Behandlung sitze ich entspannt, während ich aus dem Apparat für eine exakt definierte Zeitspanne einen Strahl aus extrem kalter Luft direkt auf die Schmerzzone an Ihrer Achillesferse leite. Was sich zunächst sehr kühl anfühlt, löst im Inneren Ihres Fußes eine faszinierende Kettenreaktion aus:
- Der Thermoschock: Die plötzliche Kälte sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße um den Fersensporn schlagartig zusammenziehen. Dies wirkt wie ein „Reset“ für die entzündeten Nervenenden und lindert den stechenden Schmerz oft schon während der Anwendung.
- Bekämpfung der Entzündung: Ein Fersensporn ist meist von einer chronischen Reizung des Sehnengewebes begleitet. Die trockene Kaltluft entzieht diesem Bereich die Entzündungswärme und bremst die Ausschüttung von Botenstoffen, die den Schmerz aufrechterhalten.
- Die heilende Flut (Reaktive Hyperämie): Sobald die Düsen abgeschaltet werden und Sie Ihre Socken wieder anziehen, geschieht das Wichtigste: Der Körper schickt als Gegenreaktion eine Welle von warmem, frischem Blut in die Ferse. Dieser massive Durchblutungsschub transportiert Schlackenstoffe ab und bringt wichtige Nährstoffe zur Regeneration an die gereizte Achillesferse.
Warum die zeitliche Einstellung so entscheidend ist
Im Kaiserbad wird der Zeitfaktor sehr genau beachtet. Die Kälte muss intensiv genug sein, um bis zum Knochenansatz vorzudringen, darf aber die Hautoberfläche nicht schädigen. Durch diese präzise Steuerung wird die Elastizität der Achillesferse gefördert, ohne das Gewebe zu belasten. Es ist eine sehr saubere und effiziente Methode, die im Gegensatz zu Medikamenten keine Nebenwirkungen für den restlichen Körper hat.
Der Vorteil durch den Spaziergang
Dass die Behandlung im Kaiserbad einen kleinen Fußweg erfordert, hat einen therapeutischen Doppeleffekt; auf dem Hinweg wird die Muskulatur ist durch das Gehen erwärmt, was den Kontrast zum Kälteschock verstärkt und die Wirkung verbessert.
Beim Rückweg ist das Schmerzempfinden reduziert. Der Rückweg dient nun als sanftes Training, bei dem die durch die Kälte angeregte Durchblutung direkt genutzt wird, um das Gewebe geschmeidig zu halten.
