Unterwegs mit DeutschlandTicket

Unterwegs mit DeutschlandTicket

Ein Monat in Deutschland mit dem Nahverkehr kostet aktuell 63 Euro. Ich liebe dieses Ticket, auch wenn es immer teurer wird und habe dazu eine Website erstellt. Auf Wunsch hin helfe ich auch bei dessen Kauf, was für Touristen eigentlich eine ideale Unterstützung darstellt.

Für mich lohnt sich das Ticket, denn ich möchte im Anschluss an die Kur noch ein paar Freunde besuchen. Franzensbad liegt unweit der Grenze mancher Orte, welche entdeckt werden sollten; so auch die Porzellanstadt Selb oder das wunderschöne Stift Waldsassen.

Am Wochenende werden in Franzensbad normalerweise keine Kurbehandlungen durchgeführt. Daraus kann sich dann eine spannende Entdeckungsreise mit dem öV in den ländlichen Raum ergeben.

Zur Anreise nutze ich das DeutschlandTicket. Damit gestaltet sie sich als etwas anstrengender, und die Umstiegszeit in Ulm erweist sich als «sportlich herausfordernd. Dies vor allem, weil der Bahnhof Ulm umgebaut wird.

Eine Alternative für Besucher von Franzensbad ist das Egronet Ticket, es umfasst einen weiten Einzugsbereich, Karlsbad, Weiden, Bayreuth, Gera und kostet nur CZK 200,- inkl. Fahrradmitnahme.

Meine Reisestrecke

Baden – Waldshut – Friedrichshafen – Ulm – Regensburg – Marktredwitz – Franzensbad, also fünfmal umsteigen. Dennoch bin ich pünktlich angekommen. In Waldshut, Friedrichshafen und Marktredwitz habe ich das Gleis nicht wechseln müssen.

Von Ulm bis Regensburg habe ich fast ganz Süddeutschland durchquert. Dieser Zug wird als Donautalbahn bezeichnet. Im Zug konnte ich prma Gitarre spielen, da das Personal den Liedermacher als «schöne Abwechslung» empfand. Ein Vater hat seinem Sohn zu Weihnachten eine Gitarre geschenkt, und ich habe dem Jungen mein Können näherbringen können.

Vom Grenzbahnhof Schirnding nach Franzensbad braucht es eine Fahrkarte. In der App der DB habe ich keine Funktion dafür gefunden, und auch der Schaffner hat hier nicht weiterhelfen können. Aber in Marktredwitz existiert auf dem Bahnsteig kein Automat.

Im Zug von Agilis aus hat der Lokführer darauf hingewiesen, ein Ticket kaufen zu müssen, aber die von Transdev betriebene App hat hinsichtlich Agilis als Kaufoption nur das Bayern Böhmen Ticket angezeigt: 37 Euro für nur 10 Kilometer Fahrt?

Schliesslich ist in Cheb ein tschechischer Schaffner zugestiegen, der mir für EUR 1,60 das Ticket verkauft hat. Der Zug hat sich unterdessen merklich gefüllt. Es wäre schön, auch die Kurgäste könnten diese Dienstleistung nutzen. Der Bahnhof Franzensbad ist frisch renoviert worden. In den Zügen hat sich reichlich Platz geboten, und ich bin pünktlich eingetroffen. Durch die lange aber angenehme, hinter mir liegende Fahrt, von Baden nach Franzensbad, habe ich die Gewissheit erlangt, dass eine Zuganreise als ideale Einstimmung auf die Kur wirken kann.

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Die Beitrag-Links führen zu den entsprechenden Routen und Orten auf der Weltkarte.

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